Traum
Ich hatte einen Traum. Ich war inmitten eines Kriegsschauplatzes. Auf der einen Seite waren Hügel, auf denen zerbombte Häuser standen. Am Fuße der Hügel sah ich die Zelte der Militäreinheiten. Es waren weiße Zelte. Vor mir war Wald, links von mir war auch Wald und ein Fluss zog vorbei. Ich bekam Befehle von den Offizieren, die alle in ziviler Kleidung erschienen. Und nachdem ich den Befehlen nicht gehorchte, desavouierten sie mich. Ich fühlte mich unwohl und wollte zum Fluss. Doch der war versperrt durch einen Stacheldrahtzaun. Ich versuchte es dennoch und es gelang mir, mit ein paar Schrammen durch zu kriechen. Ich nahm die Natur und den Wald war. Das Flussufer war kühl und die Pflanzen in saftigem Grün. Am Flussufer fand ich lang vergessene persönliche Wertgegenstände. Ich sah sie an und wusste, dass sie nichts bedeuten. Dennoch nahm ich sie mit. Ich kroch zurück zu dem Kriegsschauplatz und mir kamen fliegende Kisten entgegen. Ich wehrte mich dagegen und schoss mit Steinen nach ihnen. Manchmal konnte ich sie zerstören, die meisten aber flogen weiter ins Unendliche. Die Menschen hassten mich. Ich spürte es. Sie orderten mich in das weiße Zelt, um mich zu exekutieren. Ich hatte noch immer meine Gegenstände in der Hand, als ich das Zelt betrat. Es war voller Gerümpel. Im Zelt nebenan hörte ich Menschen. Ich beschloss, sie zu besuchen. Es waren eine Frau und ein Mann, die sich unterhielten. Dann entfernte sich der Mann. Der Frau ging es nicht gut und ich versuchte, mit ihr ein Gespräch zu beginnen. Ich horchte ihrer Geschichte, die voller Leid war. Manchmal stellte ich eine Frage. Am Schluss des Traumes blickte die Frau in meine Augen und lächelte. Ich fühlte mich zu Hause.
wurmi - 12. Juli, 10:48




